Warum wir am Windeltwister verzweifelten

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Ab damit in die Tonne - Foto: (c) Nanduu / photocase.com
Ab damit in die Tonne – Foto: (c) Nanduu / photocase.com

Twisterst du noch oder entspannst du schon?

Ihr kennt das. Der Nachwuchs gehört gewindelt. Und zwar zackig. Damit die Wohnung sich langsam wieder von der herrlichen Duftnote befreit. Oh, wir werden die Anfangszeit nicht vergessen, aber als wir dann auf Gläschen umstiegen – Halleluja. Wahrlich, das ist dann kein Wunschkonzert. Ich könnte jetzt hier einen Text rund um die richtige Windel für Zwillinge posten, denn wir brauchten eine Menge davon – gab es Spinat, noch eine mehr. Aber es soll um einen der unnötigsten Gegenstände gehen: den Windeltwister. Und ich gebe zu, dass ich da auch in die Falle getappt bin.

Am zweiten Tag nach der Geburt tauchte ich im Babymarkt auf. Ich hatte kurzzeitig mal das Familienzimmer im Krankenhaus verlassen. Bei dieser Gelegenheit nutzte ich auch die Gelegenheit, schnell einen guten Kaffee zu trinken. Denn auf der ganzen Station gab es kein koffeinhaltiges Getränk. Die Nachtschwester, die meiner Frau abends einmal einen echten Kaffee vorbeibrachte, hatte meinen Wunsch ganz ignoriert. Aber gut. Und den Filterkaffee aus der Kantine wollte ich dann auch nicht freiwilig trinken. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Elternfalle

Kaum ist man in dem Babymarkt eingetroffen, wuseln sie schon um einen herum. Man sieht es uns frischgebackenen Eltern an, dass wir noch etwas planlos sind. Welche Fläschchen braucht man unbedingt, bei den Saugergrößen muss man zweimal nachlesen, was draufsteht. Wie, Milch- und Teesauger. Nun gut. Gekauft. Dann läuft man an den Windelbergen und sonstigem Zubehör vorbei und dann steht er da – der Windeltwister (**Amazon-Link). Wie von einer geheimnisvollen Lampe beleuchtet, trohnt er auf den Nachfüllkassetten. Wie ein Heiligtum. Der durchgestrichene “Originalpreis” tut sein Übriges. Gekauft. Man(n) hat ja keine Ahnung. Zudem noch zwei Nachfüllkartuschen.

Auf die Frage der Frau, hat man denn alles, schweigend nicken und sich aufs erste Windeln zu Hause freuen. An neumodischen Windelwettbewerben nahm ich nicht teil. Die Zeit hat man als Zwillingsvater nicht. Man möchte damit einfach irgendwann durch sein und entwickelt seine ganz eigene Methode, die dann auch flott von der Hand geht. Ganz anders als das Hineinstopfen der Windel in diesen Twister. Durch die enge Öffnung passten auch nur “normal” gefüllte Windeln. War dann etwas mehr drin, war das alles andere als schön. Natürlich ist es praktisch, wenn man durch ein wenig Herumdrehen, den Beutel verschließen kann. Dann kommt die nächste Windel drauf und so weiter und so fort. Aber was das für ein zusätzlicher Müllberg war. Die Verpackung der Kartusche, die Kartusche selbst, der viel größere Beutel. Wahnsinn.

Daher dieser Buchtipp hier:

Weitere unnütze Gegenstände für Zwillingseltern findest du hier bei mir. Und wie kommst du damit klar? Twisterst du schon oder machst du es anders?

Verwendet gerne dafür den Hashtag #twisterstdunoch

Foto: (c) Nanduu / photocase.com

6 KOMMENTARE

  1. Tja, wir hatten die Erstausstattung vor der Geburt besorgt. Also alles, Möbel, Fläschchen, Windeln, Windeleimer, Auto, usw. Im Babymarkt wurden wir wohl gut beraten.

    Vom Twister wurde uns von der Verkäuferin abgeraten. Stattdessen haben wir das etwas größere Modell von Diaper. Normale 35l-Müllbeutel passen da rein. Hält auch ganz gut dicht, nur bei zwei Kindern ist er dann doch irgendwann etwas überfordert, wie eigentlich alle Windeleimer. Weswegen er mittlerweile den Platz neben dem Wickeltisch räumen musste und im Bad/WC steht. Geleert wird er immer noch täglich, wenn die Kinder den ganzen Tag da sind, bzw. zweitäglich wenn Kita angesagt ist.

    • danke dir für deinen Kommentar. Wir hatten leider einen, wo normale Beutel nicht so wirklich passten. Wir haben ihn dann “angepriesen” und verschenkt – hoffentlich lesen die jetzt nicht mit 😉

  2. Ich muss schmunzeln. Nein ich habe noch nie getwistert.
    Vor der Geburt unserer ersten Maus, waren wir natürlich auch ganz aufgeregt unterwegs um ja alles Nötige für die Erstaustattung zu haben, und ja auch unser Blick fiel auf den Twister. Gerade für Papa, ein tolles Teil, ist doch etwas Technik dabei. Eine ehrliche Verkäuferin riet uns dann jedoch auch davon ab. Zu hohe Kosten durch die nachkaufbaren Kassetten und das Hauptargument: “Wenn’s stinkt, bringst du sowieso den Müll raus. Da kann der Twister noch so viel twisten!” Wahre Worte. Wir haben uns dann für einen ganz einfachen Windeleimer von Rotho entschieden (http://bit.ly/tollereimer) Da passt ein handelsüblicher 25l Müllbeutel hinein und der Clou ist, ich kann den Eimer mit dem Fuß öffnen und schließen. Da er direkt neben dem Wickeltisch steht, ist der leichtgängige Schließmechanismus ganz einfach zu bedienen. Einfacher geht nicht mehr! 🙂 Aber man lernt ja nie aus 😉

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