Ein Rucksack voller Sand – Rezension – Elisabeth Steinkellner, Michael Roher

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Paula ist ein kleines Mädchen, das nachts träumt von anderen Ländern. Sie träumt sich in den Dschungel, wo die Affen lachen, und an den Strand, wo sie einfach da sitzt und das Meer schmeckt. Tagsüber, wenn sie mit ihren Eltern spricht, redet sie oft vom Verreisen. Nichts wünscht sie sich sehnsüchtiger. Doch ihre Eltern halten nichts davon. Man könnte unterwegs krank werden oder seine Sachen geklaut bekommen. Auf dieser Ebene bewegen sich die elterlichen Antworten, die Paula gar nicht zufrieden stellen.


Umso überraschender ist, dass die Eltern eines Tages ihre Zustimmung geben, dass Paula mit dem Nachbarn Samir in dessen Heimatland verreisen darf. Paula packt ihren Rucksack. Den ersten Tag verbringen sie – für Paula sehr langweilig – in einem Bus, der sie einer ewig langen Fahrt zu ihrem ersten Ziel bringt. Dort, im fremden Land, gehen die beiden erst einmal zum Markt, um sich etwas zum Frühstück zu holen. Paula versteht kein Wort. Samir zeigt ihr, dass man ein Lächeln überall versteht.

Den dritten Tag verbringen sie auf einem Schiff, das sie in Samirs Heimat bringt. Dort werden sie von einem Freund Samirs empfangen und besuchen am vierten Tag Samirs Familie. Dort wird ein großes Hochzeitsfest gefeiert, für das Samir die weite Reise gerne auf sich genommen hat. Paula lernt andere Speisen, andere Musik kennen, spielt mit Kindern und sie tanzen, „bis uns fast die Zehen abfallen“.

Einige Tage später öffnen Paulas Eltern ihr die Tür zu Hause und begrüßen sie überschwänglich. Als sie Paulas Rücksack ausräumen wollen, befindet sich darin nur Sand, den Paula zu einem kleinen Berg aufschüttet.  Sie habe viel mehr mitgebracht als nur Sand, erklärt sie, Welt erfahren  geworden, ihren erstaunten Eltern:

„Eine ordentliche Portion Geduld.
Und haufenweise Fremdwörter.
Eine große Ladung Mut.
Und viele neue Freunde.
Eine ganze Menge Farben, Gerüche und Geschmäcker.
Und ein Meer an schönen Erinnerungen.
Und einen ganzen Berg Sehnsucht nach der Ferne.“

Ein schönes Buch mit zarten und sensiblen Illustrationen, das mit viel Poesie vom Reisen erzählt und vom Wert von Reiseerfahrungen, aber auch davon, wie schön es ist, immer wieder nach Hause zu kommen.

Elisabeth Steinkellner, Michael Roher, Ein Rucksack voller Sand, Jungbrunnen Verlag 2012, ISBN 978-3-7026-5842-7

 

Gastbeitrag: Winfried Stanzick

 

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