Loslassen – es geht in die Schule

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Es geht in die Schule - Foto (c) photögraphy.com / photocase.de
Es geht in die Schule – Foto (c) photögraphy.com / photocase.de

Es geht in die Schule. Ein neuer Vorgang des Loslassens. Dabei war es doch erst der Kindergarten gewesen. Das Loslassen gehört zum Elternsein. Es ist manchmal leichter, manchmal schwieriger.

Wir hatten schon vorgehabt, dass der Nachwuchs einmal alleine zum Bäcker geht und am Wochenende Brötchen kauft. Wie die Kaffeemaschine grundsätzlich funktioniert und was wie für die Mischung zu drücken ist, ist Dank Vollautomat auch kein Hexenwerk mehr. Wir würden wach werden und der Nachwuchs mit stolzgeschwellter Brust ihren selbst ausgesuchten Donut verspeisen. Soweit unser Plan. Auch wenn der eine der beiden in Frage kommenden Bäcker nicht so weit von uns weg ist, der eine auf unserer Seite der Straße, der andere gleich neben einer Fußgängerampel, war das Bedürfnis bei den Jungs noch nicht so groß, alleine hinzugehen. Sie machten sich eher Sorgen, dass sie das Geld nicht hinaufreichen können.

So haben wir es erst einmal mit dem Spielplatz ausprobiert. Er ist ein wenig von uns entfernt, in unserer 30er Zone wurde damals auf einen Gehweg verzichtet und einige Anwohner verdoppeln gerne die Geschwindigkeitsbegrenzung. Das und die elterliche Grundangst machen es ja nicht gerade einfacher. Aber es geht ums Loslassen. Und mittlerweile funktioniert es gut. An Tagen, an denen es nicht gut klappt, geht einer von uns mit und verschwindet dann wieder. So lernen sie sich, den Weg und ihre Armbanduhr ein wenig einschätzen.

In der Schule sind wir ja auch nicht dabei. Das werden sie meistern. Und wer noch nicht alle Schulhefte hat, sollte mal bei mama-arbeitet nachsehen. Wir Eltern sollten aufhören, nervöser als der Nachwuchs zu sein. Und bei euch so?

Bild (c) photögraphy.com / photocase.de

2 KOMMENTARE

  1. Im kleinen Maßstab ist es bei uns auch so. Unser Mann ist bald 2, kommt dann direkt in den Kindergarten. Das wird für meine Frau nochmals schwerer, als der Wechsel zur Tagesmutter, da er noch länger nicht bei uns sein wird.
    Als Vater merkt man es nicht so, da man generell ja doch seine 8-9 Stunden auf der Arbeit verbringt, aber als jemand der nur 50 % arbeitet, ist das schon deutlich merkbar.

    Wir sind uns sicher, dass alles klappt, aber dennoch bleibt ein ungutes Gefühl. Obs nun der Babysitter, oder einen Tag alleine bei Oma ist. Man hat ständig das eine Auge auf dem Handy.

    Ich erinner mich noch an unser erstes Kinoerlebnis. Kind war knapp 7 Monate alt, und im Bett. Oma und Opa waren zu Hause. Sehr zuverlässig kam unser kleiner nicht vor 1 Uhr nachts, aber dennoch war es speziell für mich der unentspannteste Kinobesuch ever.
    Ich wäre fast aus dem Film( Star Trek – Into Darkness) gegangen, als mein Handy das Netz verloren hat.
    Zum Glück war meine Frau hierbei entspannter.

  2. 😉
    Danke für deinen Kommentar. Ja, die Technik bringt es mit sich, dass man immer wieder draufschielt. Wie gut, dass in den meisten Kinos kein Netz ist… Als unsere Jungs in den Kindergarten kamen, war ich 2,5 Jahre zu Hause. Da hat mir das Herz geblutet. Wahnsinn.

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