Öfter mal lesen statt zocken
Öfter mal lesen statt zocken

Mit der Lesekompetenz ist es ja bei vielen Grundschülern nicht so weit her. Es wird den Kleinen viel zu wenig vorgelesen. Gerade die Stiftung Lesen kam schon vor zwei Jahren zu dem Ergebnis, dass Väter zu wenig vorlesen. Leider wird sich daran wenig ändern, wenn man sich zwischen Job und Familie aufreibt.

Man spricht immer wieder von Lebensqualität. Für viele ist es das eigene Häuschen im Grünen, das man um keinen Preis der Welt aufgeben möchte und dafür alles erdenkliche macht.

Gestern Abend ging es in der ZDF-Reportage um vier Pendler, die zum Arbeiten nach Frankfurt morgens hinein und abends wieder herauspendeln. Manche verbringen 2,5 Stunden je Fahrt im Zug oder Auto auf dem Weg zur Arbeit. Viele geben gerne an, dass sie dann abschalten können, aber das getaktete Leben ist psychisch anstrengend. Wenn der Anschlusszug Verspätung hat oder schon weg ist, beginnt das ganzes Zeitmodell ins Wanken zu geraten.

Ist das die Lebensqualität? Die Zeit für die Familie, das gemeinsame Spielen, Kochen, Essen, Vorlesen fehlt.

Programmierkurse schon für Kleine

Die Mediennutzung ist ja auch ein Thema, über das man mit Freunden und Verwandten immer gut diskutieren kann, wenn einem der Sinn nach einer hitzigen Diskussion steht. Wie viele Minuten darf ich mein Kind fernsehen lassen, darf es mein iPad benutzen oder gibt es nur einen festen Tag, an dem gemeinsam geschaut wird.

Manfred Spitzers Buch “Digitale Demenz” sollten sich alle Eltern einmal durchlesen. Sicherlich kann man ihn auch in gewissen Punkten kritisieren, aber dass übermäßige Mediennutzung für die Kleinsten nicht gerade gut ist, liegt auf der Hand. Ständiges Beschallen durch einen dauerhaft laufenden Fernseher oder exzessive Computernutzung im Kleinkind-/Grundschulalter kann nicht positiv sein.

Kinder an den Code

In Estland wurde ein Pilotprojekt gestartet. Schülern im Alter von 7-19 Jahren soll das Programmieren beigebracht werden. Es ist sicherlich wie eine Fremdpsprache zu sehen. Wenn man es früh lernt, beherrscht man es später gut. Auch ich habe an der Schule früher einen Porgrammierkurs besucht, als die Heimcomputer aufkamen und alles spannend ist.

Es ist ein Spagat. Ausufern darf die Nutzung des Computers nicht. In Amerika wird immer mehr Unterrict via iPad & Co abgehalten und auch bei uns gibt es seit Jahren digitale Klassenzimmer. Auch hier scheiden sich die Geister.

Möglicherweise sind gewisse Computerspiele in Maßen nicht schädlich und können gewissen Kompetenzen fördern.

Kommt jedoch das Vorlesen und Selberlesen zu kurz, in dem es einem von dauerplappernden Comicfiguren oder Computercharakteren abgenommen wird, ist es kein Wunder, wenn es mit der Sprachkompetenz der Kleinen nicht weit her ist.

Also, liebe Großeltern, Tanten, Onkel und vor allem Eltern, greift zu einem schönen Buch und lest euren Kindern vor. Sie werden es euch danken.

Welche Geschichten / Bücher lest ihr euren Kindern vor? Ich freue mich über eure Kommentare unter diesem Beitrag.

Foto: (c) luxuz::. / photocase.com

5 Kommentare

  1. meine lesen irgendwie alles. bei unserem letzten raubzug in der bücherei haben wir 44 bücher ausgeliehen, die meisten bilderbücher (es gibt so herrliche geschichten, da müssen teils auch wir eltern lachen), einige sachbücher und einige mit geschichten für den großen sohn. aber ich versuche, kein medium zu bevorzugen, filme dürfen wir auch gucken. alles halt in maßen. mit lego spielen ist auch schön. liebe grüße, mara.

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