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Zwillingseltern-Interview mit Verena

Interview - Foto: bruzzomat / photocase.com

Interview – Foto: bruzzomat / photocase.com

Wie heißen Eure Zwillinge und wie alt sind sie?

Unsere Zwillinge sind 5 Jahre alte Vorschulkinder. Sie haben jeder drei Namen und ich nenne Euch zwei davon: Beat und Carlotta, das sind aber nicht ihre Rufnamen. Denn die erscheinen weder im Social Web noch auf Mami Rocks, dem Gute-Laune-Blog von Maia und Verena, zwei Zwillingsmamis, beide mit der Konstellation: erst eins dann zwei.

Wie lebt ihr, beschreibt mal euer Zuhause?

Wir leben seit letztem Sommer in einem großen, nicht besonders neuem Haus am Waldrand. In die Schule können die Kinder gerade noch zu Fuß laufen. Die liegt in einem kleinen Tiroler Ort im Inntal.

Bei uns ist es immer recht laut und meistens lustig. Wenn die Rasselbande nur noch Schabernack im Sinn hat, gehen wir hinaus in den Garten, wo wir gerade unseren Bauerngarten umgraben. Da gibt es für jeden was zu tun und wer keine Lust mehr hat, geht in sein Zimmer und bastelt, malt oder spielt für sich.

 

Was sind die verrücktesten Sachen, die die Zwillinge jemals gemacht haben?

Das verrückteste, was wirklich nur Zwillinge tun können, war für mich die Eingewöhnungsphase in der zweiten Kita. Mit dem Umzug von Bayern nach Tirol mussten die beiden mit knapp zwei Jahren die Kinderkrippe wechseln und das klappte gar nicht gut – im Gegensatz zum ersten mal mit 13 Monaten, als sie alles toll fanden. Jetzt hatten sie sich vorgenommen es ganz schrecklich zu finden und zu brüllen – wie am Spieß, sobald ich gehen wollte. Sie erinnerten sich regelrecht gegenseitig ans Brüllen, falls es gar einmal einer vergaß. So mit Anstupsen, als hätten sie es sich fest ausgemacht, zu streiken und alles doof zu finden. Das ging über Wochen, bis der Papa die Sache übernahm.

Streiche könnte ich viele aufzählen, aber die werden meistens im Dreierpack ausgeführt und sind nicht zwillingsspezifisch. Die beiden tanzen gern Walzer oder messen ihre Kräfte im Raufen und Umschubsen. Als sie noch nicht sprechen konnten, unterhielten sie sich in einer nur ihnen verständlichen Geheimsprache, die irgendwie asiatisch klang.

 

Welche Artikel/Babysachen sind total überbewertet?

Als ich meinen Mann losgeschickt habe, eine von diesen niedlichen Babybadewannen zu kaufen, kam er mit einer grauen Mehrzweck-Wanne vom Baumarkt zurück. Erst fand ich es blöd, aber wir benützen sie immer noch als Wäschekorb.

Prinzipiell finde ich es nicht notwendig, alles doppelt zu kaufen. Es ist doch viel schöner, wenn mehr verschiedene Spielzeuge da sind. Die Kinder verstehen das auch, wenn man sich die Mühe macht, es ihnen zu erklären. Allerdings kostet es manchmal Zeit und Nerven, wenn gerade alle ein Einzelteil haben wollen. Ich würde es aber wieder so machen – genauso bei der Kleidung: Individualität ist wichtig und hilft eine eigene Identität aufzubauen.

 

Welche Tipps hast Du für werdende Zwillingseltern?

Bloß nichts einreden lassen, z.B. was alles unbedingt notwendig ist und nicht so viel neu kaufen. Gerade die Babysachen sind gebraucht wie neu, da die Kleinen so schnell wachsen. Durch das mehrmalige Waschen enthalten gebrauchte Sachen auch weniger schädliche Substanzen.
Und sonst? Lasst es einfach auf Euch zu kommen. Ihr schafft das, aber ihr müsst gerade die erste Zeit mit den Babys nicht alleine schaffen. Es ist OK und wichtig sich Helfer zu organisieren. Das können größere Kinder aus der Nachbarschaft sein, die mal Kinderwagen schieben können oder eine Runde spielen, sodass ihr währenddessen mal die Beine hochlegen könnt – oder einfach nur die Küche aufräumt. Ich hatte in der ersten Zeit sogar eine Kinderfrau unter der Woche, danach eine Putzfrau – da unser Papa oft tagelang beruflich unterwegs ist. Obendrein hat sich die Oma noch verstärkt um den Großen gekümmert, der seine Mama-Time später umso mehr nachgeholt hat.

Und nicht vergessen: Zwillinge sind etwas Wunderbares! Herzlichen Glückwunsch, Eure Verena

 

Foto (c) bruzzomat / photocase.com

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