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Weihnachtsbaum entsorgen – was man daraus machen kann

Den Weihnachtsbaum entsorgen - was man daraus machen kann

Den Weihnachtsbaum entsorgen – was man daraus machen kann

Weihnachten liegt schon einige Tage zurück. Für unsere Zwillinge hätten die Weihnachtsfeiertage wirklich noch etwas länger dauern können. In Schweden und Norwegen endet die Weihnachtszeit mit dem St.-Knuts-Tag erst am 13. Januar. Bis kurz davor hatte es unser Weihnachtsbaum auch bei uns ausgehalten und bis auf die letzten zwei Tage auch eine gute Figur gemacht. Doch jetzt sollte es ihm an den Kragen gehen. Doch wie jetzt den Weihnachtsbaum entsorgen?

Als wir noch in Nürnberg wohnten, konnte man den Weihnachtsbaum innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu einem Ablagepunkt bringen. Das war damals nicht so weit von unserer Altbauwohnung entfernt. So kam der Baum auch noch mit etlichen Nadeln dort an. Einige Tage lagen sie dann am Boden, der Wind und vorbeikommende Hunde und Katzen zerrten an ihnen oder spielten mit den verbliebenen Anhängern oder dem Lametta.

Mit der Geburt unserer Zwillinge zogen wir um. Jetzt mussten wir uns neu orientieren. Einen Sammelpunkt für ausgediente Weihnachtsbäume gibt es hier nicht. Natürlich kann man ihn ins Auto verfrachten und zum Wertstoffhof kutschieren, aber das Aussaugen des Autos machte nicht wirklich viel Spaß. Diese vermaledeiten Nadeln setzen sich ja überall fest. Genau wie die Kekskrümel vom Nachwuchs. Wehe, wenn man da mal die Rücksitzbank umklappt. Was man da alles zutage fördert. Wahnsinn.

Den Weihnachtsbaum entsorgen

Den Weihnachtsbaum entsorgen

Sirup aus Tannennadeln

Was kann man nun aus einem altersschwachen Weihnachtsbaum machen? Schaut man ein wenig im Netz nach, heißt es, man könne Gelee oder Sirup aus Tannennadeln machen. Sehr gut würden sich dafür die Nadeln der Nordmanntanne eignen. Wie gut, dass wir solch Exemplar bei uns stehen hatten. Doch ob sich die Nadeln dafür noch eignen? Am besten schaut man, ob man noch recht frische Nadeln am Weihnachtsbaum findet. Die Stücke, wo die Weihnachtskerzen brannten, sind nicht wirklich gut dafür geeignet, den da ist alles mehr oder weniger vertrocknet. Auch Pesto und Butter soll man daraus zaubern können. Bisher kannte ich den Duft nur von Badezusätzen. Gerade in der Erkältungszeit haben sie doch immer für eine gute Luft gesorgt.

  • die frischen Tannenspitzen und Nadeln abzupfen
  • mit reichlich Wasser begießen
  • wer mag kann noch die Schale einer Bio-Zitrone hinzugeben
  • Deckel oder Teller drauf und über Nacht ziehen lassen
  • Alles langsam aufkochen lassen, bis nahezu keine Farbe mehr in Spitzen und Nadeln ist
  • eine weitere Nacht ziehen lassen
  • alles durch ein feines Sieb abtropfen lassen und die Spitzen ggf. ausdrücken
  • die Menge der gewonnenen Flüssigkeit 1:1 mit Gelierzucker aufgießen
  • aufkochen und sprudelnd ein paar Minuten kochen lassen
  • die entstehende Flüssigkeit soll ein wenig an Honig erinnern
  • in Weckgläser füllen und verschließen

Das alles hält sich locker ein halbes Jahr oder noch länger. Und was macht man nun damit? Man kann einen Löffel davon bei Heiserkeit und Husten nehmen, es aufs Brot schmieren oder zum Süßen von Desserts benutzen.

Hast du auch schon mal Sirup aus Tannennadeln gemacht? Ich freue mich über deine Rezeptideen in der Kommentarbox unter diesem Beitrag.

Bei uns in den Schwedenofen

Bevor der Weihnachtsbaum jedoch im Ofen oder Kamin landet, dauert es noch ein wenig. Schließlich sollte das Holz gut durchgetrocknet sein. Bei trockenen Zweigen und Ästen kann man es jetzt schon zum Anfeuern nehmen. Nicht nur der Nachwuchs wird sich freuen, wie es schön im Ofen prasselt. Mit einer geeigneten Schere die Zweige vom Stamm trennen und trocknen. Den Stamm mit einer Astschere in handliche Stücke teilen, die gut in den Ofen passen.

So erinnern wir uns dann spätestens zum nächsten Herbst an das letzte Weihnachtsfest und freuen uns noch mehr, wenn endlich wieder ein neuer Baum mit Kerzen in der Wohnung steht.

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