So wie alle Maulwürfe sieht auch der kleine Malte Maulwurf sehr schlecht. Aber zum fernsehen reicht sein Augenlicht, das weiß er. Denn seine Freundin Mia Maus hat ihm zum Geburtstag einen Fernseher geschenkt.
So jedenfalls bezeichnet er das schöne Aquarium, das seitdem in seinem Zimmer steht. Immer wieder sitzt Malte davor, und singt und spricht zum dem, was er da hinter der Scheibe sieht. Aber er spricht auch über das, was er in seiner Phantasie sieht, und er erfindet die wundervollsten Geschichten und Bilder.
Schon bald ist nicht nur seine Freundin Mia Maus von seinen Erzählungen begeistert, sondern immer mehr Freunde kommen zu Malte um „fernzusehen“. Bis eine Tages der Molch altklug sagt, das sei doch kein Fernseher und bald darauf eine richtigen anschleppt. Der höfliche Malte bedankt sich und sagt, jetzt könnten alle richtig gucken – indem sie sich auf das Gerät draufsetzen, während sie Maltes Geschichten lauschen.
„Und Malte erzählt und erzählt, bis alle ganz wunderbunt glücklich, froh und frei sind.“
Ein schönes Bilderbuch über die Phantasie,
„eine der großartigsten Gaben, die wir haben“ (Daniela Kulot)
Daniela Kulot, Malte Maulwurf und sein wundersamer Fernseher, Thienemann 2012, ISBN 978-3-522-43727-1
Gastbeitrag von Winfried Stanzick
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