Kürzlich bin ich wieder an einem Zeitschriftenstand vorbeigeschlichen; nein, nicht etwa, weil ich die Jungs in der Karre nicht mehr schieben konnte, sondern aus Interesse – einfach mal den Blick über die Titelseiten schweifen lassen und sich wundern, wieviel E- und F-Promis es auf die bunten Blätter geschafft haben, von denen es immer mehr gibt, sogar auch welche mit Zwillingen.
Auch bei Elternzeitschriften gibt es mittlerweile ja schon eine ganze Handvoll. Plötzlich blieb mein Blick bei der “Eltern family” hängen.
Laut Zielgruppe wendet sich das Magazin an Familien mit Kindern ab 3 Jahren – gut, das haben unsere zwei immerhin zusammen und außerdem war der Titel verlockend “Zwillinge – so erzieht man heute” – wahnsinn, dachte ich, das ist gekauft. Preislich ganz okay, schüttelte ich jedoch zu Hause gleich den Kopf. “Dossier” nannte es sich. 5 Seiten, 4 davon mit Kurzvorstellungen von Familien mit ihren Zwillingen, eineiige, zweieiige – und wie verschieden sie doch alle sind. Wer hätte das gedacht. Auf einer weiteren Seite gab es dann eine Art Interview mit einer Dame, die sich mit Zwillingen auskennt. Von “Ratschlägen” oder gar “Tipps zum richtigen Erziehen” war weit und breit nichts zu sehen. Gut; demjenigen, der sich in der Redaktion den Titel ausgedacht hat, gebührt Extralob. Aber nur für das Titelblatt ist das Heft dann wirklich zu teuer.
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